Home » Colorado: Aufruhr im LGBTQ-Club – Verdächtiger ist nicht-binär
Germany

Colorado: Aufruhr im LGBTQ-Club – Verdächtiger ist nicht-binär

Colorado-Panorama

Tödlicher Angriff auf LGBTQ-Club – Verdächtiger, sagen Befürworter, nicht-binär

Stand: 12:52 | Lesezeit: 2 Minuten

Gerichtsverhandlung nach tödlichem Angriff auf US-Nachtclub

Nach dem tödlichen Angriff auf einen LGBTQ-Nachtclub in Colorado Springs sind erste Details über den mutmaßlichen Täter aufgetaucht. Sie beschreibt sich selbst als nicht-binär, also identifiziert sie sich weder als männlich noch als weiblich.

Hier können Sie sich unsere WELT-Podcasts anhören

Die Anzeige eingebetteter Inhalte erfordert Ihre widerrufliche Zustimmung zur Übermittlung und Verarbeitung personenbezogener Daten, da Anbieter von eingebetteten Inhalten als Drittanbieter diese Einwilligung benötigen [In diesem Zusammenhang können auch Nutzungsprofile (u.a. auf Basis von Cookie-IDs) gebildet und angereichert werden, auch außerhalb des EWR]. Indem Sie den Schalter auf „on“ stellen, erklären Sie sich damit einverstanden (jederzeit widerrufbar). Dies umfasst auch Ihre Zustimmung zur Übermittlung bestimmter personenbezogener Daten an Drittländer, einschließlich der USA, gemäß Artikel 49 Absatz 1 Buchstabe a DSGVO. Erfahren Sie mehr darüber. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit über den Schalter und Datenschutz unten auf der Seite widerrufen.

Bei einer Schießerei in einem LGBTQ-Nachtclub in Colorado Springs sind am Samstagabend fünf Menschen getötet worden. Dem 22-jährigen mutmaßlichen Schützen werden Mord und Hassverbrechen vorgeworfen. Die Verteidiger argumentierten, der Verdächtige sei nicht-binär.

Nach dem tödlichen Angriff auf einen LGBTQ-Nachtclub in Colorado Springs sind erste Details über den mutmaßlichen Täter aufgetaucht. Anderson Lee Aldrich beschreibt sich selbst als nicht-binär, was bedeutet, dass er sich weder als Mann noch als Frau eindeutig identifiziert, sagten seine Anwälte am Mittwoch vor seinem ersten Erscheinen vor Gericht.

Aldrich, 22, eröffnete am Samstagabend das Feuer im Club Q in Colorado Springs und tötete fünf Menschen. Weitere 18 Menschen wurden bei dem Angriff zum Teil schwer verletzt. Der Schütze überwältigte die beiden Gäste und wurde von der Polizei festgenommen.

Das Motiv des Täters ist noch unklar. Bei der ersten kurzen Anhörung am Mittwoch war Aldrich per Video zugeschaltet. Er saß in einem orangefarbenen Gefängnisoverall im Bezirksgefängnis und sprach nur, um seinen Namen zu bestätigen und dass er über seine Rechte aufgeklärt worden war. Seine Anwälte hatten das Gericht zuvor schriftlich über seine nicht-binäre Geschlechtsidentität informiert.

auch lesen

Angriffe auf Schwulenclubs

Auch US-Medien berichteten, dass Aldrich eine schwierige Kindheit hatte. Als Kind hieß er Nicholas Brink. Seine Eltern trennten sich jedoch, als er zwei Jahre alt war. Beide Eltern hatten Drogenprobleme. Als junger Mann nahm Aldrich einen neuen Namen an.

auch lesen

Aldrichs Vater, der sagt, er sei ein ehemaliger Pornostar gewesen und jetzt Kampfsporttrainer, sagte gegenüber CBS, dass er Aldrich für sein gewalttätiges Verhalten als Kind „lobte“. „Ich habe ihm gesagt, dass es funktioniert“, sagte er. Der Vater sagte der New York Times, dass er auch seinem Sohn gegenüber seine starke Abneigung gegen Homosexuelle zum Ausdruck gebracht habe. Er sagte auf CBS: „In der Mormonenkirche gibt es keine Schwulen.“

Am Samstag feierte der Club Q den Gedenktag für „Opfer der Transphobie“ unter anderem mit einer Drag-Queen-Show. Der 20. November wird weltweit als Transgender-Gedenktag gefeiert. Die englische Abkürzung LGBTQ steht für Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender und Queer.