Home » Covid-Impfaktion – Das Wichtigste zum Herbst-Corona-Impfstoff – News
Switzerland

Covid-Impfaktion – Das Wichtigste zum Herbst-Corona-Impfstoff – News

Inhalt

Mittlerweile steigen die Fallzahlen stark an. Wer sollte wann nachgeimpft werden und welche Impfstoffe schützen vor omicron? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Nochmal impfen – warum ist das nötig? Über 97 Prozent der Bevölkerung haben bereits Antikörper gegen Sars-CoV-2 entwickelt. Allerdings lässt der Impfschutz vor schweren Krankheitsverläufen mit der Zeit nach, insbesondere bei älteren Menschen. Booster können den Schutz gefährdeter Personen wiederherstellen. «Auch wenn Sie nicht besonders gefährdet sind, können Sie Ihr Infektionsrisiko durch eine Impfung reduzieren und sich auch einen gewissen Schutz vor Long Covid schaffen», erklärt Daniel Theis, Wissenschaftsredaktor bei SRF.

Wem wird eine Wiederholungsimpfung empfohlen? Die Bundesregierung empfiehlt, die Corona-Impfung für alle Personen ab 16 Jahren zum 10. Oktober zu erneuern. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die Eidgenössische Impfkommission (Ekif) empfehlen besonders gefährdeten Personen eine Impfung. Dazu gehören Personen ab 65 Jahren sowie Personen ab 16 Jahren, die ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben – beispielsweise aufgrund einer vorangegangenen chronischen Erkrankung, eines geschwächten Immunsystems oder einer Schwangerschaft.

Muss ich es selbst bezahlen? Wer sich diesen Herbst wieder gegen das Coronavirus impfen lassen möchte, kann dies kostenlos tun. Alle vom BAG und Ekif empfohlenen Impfungen sind für die Bewohner kostenlos.

Wann und wo kann ich meine Impfungen aktualisieren? Eine Auffrischungsimpfung soll laut BAG frühestens vier Monate nach der letzten Corona-Impfung oder Genesung erfolgen. Impfungen können in allen Kantonen aktualisiert werden; in Apotheken, Impfzentren, Krankenhäusern und Hausärzten.

Zur Corona-Impfung anmelden

Schützen Impfungen auch vor Omicrons? Das BAG empfiehlt eine Wiederholungsimpfung mit Pfizer/Biontech und Moderna mRNA-Impfstoffen oder Novavax-Proteinimpfstoff. Bivalente mRNA-Impfstoffe sollten bevorzugt werden – also solche, die gegen mehrere Coronavirus-Varianten wirksam sind. Ende August hat das Swissmedic Institut für Heilmittel den massgeschneiderten Booster-Impfstoff von Moderna zugelassen, der auch gegen die Omicron-Varianten BA.1 und BA.4/5 wirkt. Pfizer hat zwei Anträge für auf Omicron zugeschnittene bivalente Impfstoffe eingereicht. Der Evaluationsprozess findet direkt zu Hause statt, sagt Swissmedic auf Anfrage.

Welche Impfstoffe sind bereits im Einsatz?

Box öffnen Box schließen

Legende: KEYSTONE / Laurent Gillieron

In der Schweiz sind derzeit Impfstoffe von vier Herstellern zugelassen. Laut BAG bieten die mRNA-Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna derzeit den bestmöglichen Schutz vor schweren Erkrankungen. Der Janssen-Vektorimpfstoff und der Novavax-Proteinimpfstoff sind auch für Erwachsene zugelassen. Das bedeutet, dass auch Personen, die aus medizinischen Gründen keine mRNA-Impfung erhalten können, gegen das Coronavirus geimpft werden können.

Sollte ich nicht auf einen Impfstoff warten, der gegen mehrere Varianten wirkt? Das BAG sagt nein und schreibt auf Nachfrage: „Sowohl bisherige monovalente als auch adaptierte bivalente Impfstoffe schützen vor schweren Krankheitsverläufen. Zusätzlich zu den bisherigen Impfstoffen werden zum Impfstart am 10. Oktober ausreichende Mengen des adaptierten bivalenten mRNA-Impfstoffs von Moderna zur Verfügung stehen.“ » Auch Forschungsredakteur Daniel Theis bestätigt, dass laut Studien der Unterschied im Impfschutz zwischen monovalentem und bivalentem Impfstoff nicht groß ist: „Die ab dem 10. Oktober erhältlichen dualen Impfstoffe bieten einen guten Schutz vor einer Ansteckung über mehrere Wochen und sind sicher vor schweren Erkrankungen den ganzen Winter.”

Gibt es jetzt einen Ansturm auf die Impfzentren? Die Zahl der Corona-Infektionen und Krankenhauseinweisungen steigt derzeit deutlich an. Am 4. Oktober meldete das BAG 25.134 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen. Das ist eine Steigerung von rund 50 Prozent gegenüber der Vorwoche. Die steigenden Fallzahlen dürften für viele auch die Dringlichkeit einer erneuten Wiederholungsimpfung rechtfertigen.

Davon ist auch St. überzeugt. Karin Faisst, Vorsteherin des Kantonsgesundheitsrates Gallen. Er erwartet, dass sich ab dem 10. Oktober noch viel mehr Menschen anmelden, wenn allen ab 16 Jahren empfohlen wird, sich erneut impfen zu lassen. “Aber wir rechnen nicht damit, wie letztes Jahr überholt zu werden.”