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Gaming-Notebooks sind den Desktops dicht auf den Fersen

Auch wenn das Leben zunehmend draussen stattfindet und die Pandemie-Einschränkungen vorbei sind, investieren die Schweizer immer noch in Gaming-Hardware – wenn auch nicht mehr so ​​viel wie während des Lockdowns. Zwischen Juli 2021 und Juni 2022 setzten lokale Anbieter Gaming-Laptops im Wert von 45,8 Millionen Franken um. Das ist eine Steigerung von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz lag damals laut Marktforscher Gfk bei 43,7 Millionen Schweizer Franken. Auch die Zahl der verkauften Geräte stieg. Und zwar um 6 Prozent von 28.500 auf 30.200 Stück.

Allerdings ging der Absatz von Desktop-PCs für Gamer um 9,7 Prozent zurück. Von Juli 2020 bis Juni 2021 waren es noch 35.600 Geräte, ein Jahr später waren es 32.100 Gaming-Desktops. Trotzdem stieg der Umsatz um 4,8 Prozent von 56,2 Millionen Franken auf 58,9 Millionen Franken. Infolgedessen entscheiden sich Verbraucher zunehmend für teurere Geräte oder die Durchschnittspreise sind allgemein gestiegen.

Gaming-Notebooks gewinnen Marktanteile

Wenn Sie sich also den gesamten Gaming-PC-Markt (ohne Videokonsolen) ansehen, haben Gaming-Laptops einen gewissen Erfolg erlebt. Zwischen Januar und Juni 2021 machten sie 41,9 Prozent des Absatzes aus, während Desktops die restlichen 58,1 Prozent ausmachten. Ein Jahr später machten Laptops 48,9 Prozent und Desktops 50,9 Prozent aus. Der Marktanteil von Laptops stieg auch im Umsatz, wenn auch nicht so stark. Von 40,4 Prozent im Januar und Juni des vergangenen Jahres stieg der Marktanteil auf 44,3 Prozent im gleichen Zeitraum des Jahres 2022.

GfK wirft auch einen Blick auf den Markt für Gaming-Monitore. Hier gingen sowohl Absatz als auch Umsatz leicht zurück. Bei ersteren 0,9 Prozent oder 89.900 verkaufte Einheiten zwischen Juli 2020 und Juni 2021 auf 89.200 verkaufte Einheiten im gleichen Zeitraum ein Jahr später. Der Umsatz ging um 4,7 Prozent zurück. 2020/2021 waren es 34,8 Millionen Franken. 2021/2022 waren es 33,1 Millionen Franken. 2020 war ein extrem starkes Jahr für den Markt für Gaming-Monitore. Von Jahresbeginn bis September stieg der Umsatz um 110 Prozent. Luca Giuriato, Senior Market Consultant bei GfK in der Schweiz, begründet den rasanten Aufstieg so: „Der Monitormarkt war aufgrund sehr hoher Nachfrage, auch durch Home Office und Home Education, komplett versiegt. Mangels Alternativen, Nicht-Gamer kaufte auch einen Gaming-Monitor.” Das vollständige Interview mit dem GfK-Experten können Sie hier lesen.

Auch der Markt für Gaming-Headsets schrumpfte. Zwischen August 2021 und Juli 2022 wurden 184.600 Headsets verkauft, 15,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Damals wurden 218.100 Headsets verkauft. Der Umsatz sank weiter von 21,3 Millionen Franken auf 16,4 Millionen Franken. Das entspricht 23,1 Prozent.

GfK listet auch sogenannte Pointing Devices auf. Dazu gehören vor allem Gaming-Mäuse, aber auch andere Eingabegeräte wie Joysticks und Touchpads. Computertastaturen sind hier nicht enthalten, da sie unter die Kategorie der Tastengeräte fallen. Die Verkäufe von Gaming-Mäusen und anderen gingen von Juli 2021 bis Juni 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,8 Prozent zurück. Er schrumpfte von 8,9 Millionen Franken auf 8,4 Millionen Franken. Dennoch verkauften die Anbieter 2021/2022 mehr Zeigegeräte als im Vorjahr. Der Absatz stieg um 2,8 Prozent von 127.000 Einheiten auf 130.500 Einheiten.

Nintendo überholt Playstation

Die Nintendo Switch war 2021 mit 6,5 Millionen verkauften Einheiten der klare Gewinner auf dem europäischen Konsolenmarkt. Nachdem sie mehrere Jahre lang ein Verbraucherfavorit war, wurde die Playstation 4, die seit 2013 auf dem Markt ist, laut VG Charts 2020 von der 2017 erstmals veröffentlichten Nintendo Switch überholt. Allerdings ging der Absatz im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2020 leicht zurück, als die Anbieter 6,9 Millionen Switch-Konsolen verkauften.

Nintendo Switch war die meistverkaufte Konsole im Jahr 2021. (Quelle: VG-Charts)

Die zweitbeliebteste Konsole im Jahr 2021 war die Sony Playstation 5. Im vergangenen Jahr wurden 4,9 Millionen Einheiten über den Ladentisch verkauft. Ein drastischer Anstieg gegenüber 2020, als es nur 1,3 Millionen Geräte gab. Allerdings wurde die Konsole erst Weihnachten 2020 veröffentlicht. Zudem war die Playstation 5 monatelang vergriffen und kein Nachschub in Sicht.

An dritter Stelle stehen zwei Microsoft-Konsolen Xbox Series X und S. Sie wurden wie die Playstation 5 im Jahr 2020 veröffentlicht. Im vergangenen Jahr wanderten 2,7 Millionen Geräte durch die europäischen Regale. Playstation 4 liegt mit 0,9 Millionen verkauften Einheiten auf Platz vier, gefolgt von Xbox One (95.000 Einheiten) und Nintendo 3 DS (3.700 Einheiten).

Apropos Spielekonsolen: Logitech hat in letzter Zeit auf dem Markt für Furore gesorgt. Der Logitech G Handheld ist ausschließlich für Cloud-Gaming konzipiert und mit den jeweiligen Diensten von Xbox und Nvidia kompatibel. Lesen Sie hier mehr.