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Max Verstappen und Red Bull zittern um den Formel-1-Weltmeistertitel

In der vergangenen Saison war er Weltmeister – doch jetzt droht Max Verstappen, den Titel zurückzuerobern.Bild: Cornerstone

Das Team von Vorjahres-Weltmeister Max Verstappen steht im Verdacht, die Budgetgrenze zu missachten. Mercedes und Ferrari sind empört und fordern harte Strafen.

05.10.2022, 12:4005.10.2022, 16:52

Tobia Gazzotto / ch media

Formel-1-Teams hatten in der vergangenen Saison maximal 148,6 Millionen Dollar. Das will die 2021 festgelegte Budgetobergrenze. Das Ziel: Steigende Kosten reduzieren und den sportlichen Wettbewerb intensivieren. Doch nun wurde bekannt: Zwei Teams haben angeblich die Obergrenze überschritten.

Gerüchten zufolge handelt es sich dabei um Aston Martin und Red Bull. Während Aston Martin aufgrund von Verfahrensfehlern nur knapp über dem Budget lag, ist die Lage bei Red Bull deutlich angespannter.

Red Bull – das Team von Weltmeister Max Verstappen – soll im vergangenen Jahr das Limit um rund 10 Millionen Dollar überschritten haben. Entsprechend groß ist die Spannung bei den Rennen.

Fordert Strafe, wenn Red Bull das Budget überschritten hat: Mercedes-Teamchef Toto Wolff (r.) Bild: Keystone

Mercedes-Teamchef Toto Wolff sagte gegenüber Sky:

„Die Einhaltung der Ausgabengrenze war ein Mammutprojekt. Ich kann Ihnen nicht einmal sagen, was wir umstrukturieren mussten, um unter dieser Grenze zu bleiben. Wenn es keiner gemacht hat, ist jede Million ein riesiger Nachteil.”

Da bereits in der laufenden Formel-1-Saison am nächsten Saisonauto gearbeitet wird und das Wissen der Ingenieure in den folgenden Saisons nützlich sein wird, wäre Red Bull bei dessen Überschreitung 2021 nicht nur im Vorteil, sondern würde auch profitieren In der laufenden Saison würde es auch 2023 noch Auswirkungen auf die Fahrzeugleistung haben. „Wer 2021 die Grenze überschritten hat, wird sie auch 2022 überschreiten. Das bedeutet, dass Sie bis 2023 im Vorteil sind“, sagt Wolff.

Von der Konkurrenz wird also eine schwere Bestrafung erwartet.

Bei Red Bull hingegen ist man sich sicher, sich regelkonform verhalten zu haben und erwägt, aufgrund der verleumderischen Äußerungen der Konkurrenten vor Gericht zu gehen.

Will die Vorwürfe nicht abklingen lassen und bläst einen Konter: Red-Bull-Teamchef Christian Horner.Bild: Keystone

Verstappen droht, den WM-Titel 2021 zurückzuerobern

Problem: Das FIA-Reglement definiert die Strafen für das Überschreiten der Budgetgrenze nicht klar.

Dadurch soll verhindert werden, dass Teams absichtlich darüber hinausgehen, da sie möglicherweise mit den Konsequenzen leben müssen. Daher werden nur mögliche Maßnahmen wie Punktabzug aufgeführt.

Sollte Red-Bull-Pilot Max Verstappen Punkte aus der letztjährigen Fahrerwertung abziehen, wäre sein erster WM-Titel in Gefahr. Denn der Vorsprung des Niederländers auf Mercedes-Rivale Lewis Hamilton betrug nur acht Punkte.

Bieten 2021 ein spannendes Duell um den Titel: Lewis Hamilton und Max Verstappen (r.) Bild: imago

Die Höhe des überschrittenen Betrags wirkt sich auf die Strafe aus. Die FIA ​​unterscheidet zwischen Bagatelldelikten und Grobdelikten. Ein Überschuss von bis zu fünf Prozent gilt als gering. Im Jahr 2021 wird dieser Betrag 7,4 Millionen US-Dollar betragen.

“Du hast eine halbe Sekunde davon”

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto ist mit der Unterscheidung nicht einverstanden. Das Überschreiten von vier Millionen ist nicht unbedeutend. Er sagte gegenüber Sky Italia: „Dieser Betrag entspricht unserem gesamten Entwicklungsbudget für die gesamte Saison. Es sind 70 Techniker und Ingenieure, die ich bezahlen kann, um bessere Lösungen zu finden. Man bekommt also von jeder Runde eine halbe Sekunde.

Auch Binotto fordert Konsequenzen. Er habe volles Vertrauen in die FIA, dass bei Überschreitung der Budgetobergrenze eine faire Strafe verhängt werde.

Er wehrte auch Mattia Binotto von Red Bull ab. Bild: Schlussstein

Die FIA ​​befindet sich in einer äußerst heiklen Situation. Denn eine zu milde Strafe stellt die gesamte Glaubwürdigkeit der neu auferlegten Budgetobergrenze in Frage. Die Erklärung der FIA zu den Budgets für 2021 wird am Mittwoch erwartet. (aargauerzeitung.ch)

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Quelle: Keystone/Wikimedia/Watson

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Der Automobil-Weltverband FIA hat die Veröffentlichung des monatelangen Gutachtens zur Einhaltung der Budgetobergrenze in der Formel 1 wider Erwarten erneut verschoben. Die Ergebnisse des Berichts, der herausfinden soll, ob die Teams im vergangenen Jahr zu viel ausgegeben haben, werden nun am kommenden Montag nach dem japanischen GP präsentiert. „Die Analyse der eingereichten Finanzdaten ist ein langer und komplexer Prozess, der noch andauert“, sagte ein FIA-Sprecher.