Home » Militärexperte beschwert sich über propagandistische Fernsehgeräte
Switzerland

Militärexperte beschwert sich über propagandistische Fernsehgeräte

“Helme von 1941”

Militärexperte beschwert sich über propagandistische Fernsehgeräte

Wladimir Putin hat zu einer Teilmobilisierung aufgerufen. 300.000 Russen ziehen in den Krieg. Aber die Ausrüstung, die sie bekommen, stammt aus dem zweiten Jahrhundert.

1/7

Der russische Militärexperte Michail Chodarjonok ärgert sich über die Ausstattung des Propagandafernsehens für russische Soldaten.

Kritik am Kreml, Wladimir Putin (69) und seinen Entscheidungen ist im russischen Propagandafernsehen eigentlich tabu. Doch in letzter Zeit äußern die Russen zunehmend ihre Bedenken im Fernsehen.

Ein Gast im russischen Staatsfernsehen beschwert sich nun über die schlechte Ausrüstung russischer Soldaten. Dies, nachdem Putin beschlossen hatte, 300.000 Russen in den Krieg zu schicken.

In den Tagen nach der Teilmobilmachung wird auf Russland 1 eine Talkshow ausgestrahlt. Was nötig ist, um in der Ukraine noch zu gewinnen, wird diskutiert. Es ging auch um die Ausstattung. Der russische Militärexperte Mikhail Khodarjonok (68) sagt: „Wir reden viel über militärische Spezialisierung, Mobilisierung, aber nicht weniger wichtig ist, wie gut diese Leute bewaffnet und ausgerüstet sind.“

Helme von 1941, auch Rucksäcke

Und weiter: «Das ist ein weiteres Problem, das wichtig ist. Sie sollten mit modernen Uniformen, moderner Ausrüstung, Essensrationen, Erste-Hilfe-Kästen, unterstützenden und logistischen Gegenständen und modernen Waffen ausgestattet werden. Er fordert neue Waffen statt der Ausrüstung des letzten Jahrhunderts.

Er sagt: «Es sollten Ausrüstung und Waffen sein, die direkt aus unseren Fabriken kommen. Mobilisierung ist das Gesicht des Volkes. Es ist kein schöner Anblick, wenn unsere mobilisierten Bürger Helme von 1941 und Rucksäcke aus derselben Zeit erhalten. Es ergibt ein unangemessenes Bild.”

Herzzerreißende Szenen: Wehrpflichtige verabschieden sich von ihren Familien (00:44)

Mikhail Khodaryonok ist nicht irgendeiner. Er ist Militärkommentator für RT.com und Oberst im Ruhestand. Er absolvierte das Minsk Air Defense Missile Engineering College und die Air Defense Forces Command Academy. Er weiß, wovon er spricht.

Russland hat keine Kampfkraft

Mittlerweile gibt es auch Zweifel, ob Russland überhaupt über genügend Waffen verfügt. Denn obwohl die Teilmobilmachung neue Kräfte in die Ukraine bringt, fehlt Russland noch eine entscheidende Komponente, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet: Kampfkraft. Das russische Militär wurde stark geschwächt, als die Ukraine einen überraschenden Gegenangriff startete. (EU)